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xx Der Bundesstaat Ceará
Landkarte

Bundesstaat: Ceará
Lage: Nordosten Brasiliens
Flaeche: 145 693 km2
Population: ca. 6,5 Millionen
Hauptstadt: Fortaleza
Wirtschaft: Landwirtschaft, Viehzucht, Baumwollanbau
Geo: halbtrockenes Klima: Gebirge, Hochebenen und Flachland im Landesinneren und ca. 560 km Küste am Atlantik

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Wer ist hier arm?

Das Leben im Nordosten Brasiliens unterscheidet sich grundlegend von jenem im Südosten - nicht nur klimatisch gesehen, sondern vor allem wirtschaftlich. Mit einem Anteil von 42 Prozent der Bevölkerung stellt der Südosten nicht nur den Grossteil der Landespopulation, sondern ist auch der Wirtschaftsstandort Nummer Eins. Damit nicht genug - dementsprechend fliessen Förderungsgelder in jene Region, die bereits die groesseren Vorteile geniesst. Und der Nordosten? Bleibt auf der Strecke. Das 'Durchwursteln' durch finanzielle Engpässe als Überlebensstrategie beschränkt sich nicht nur auf Privatschicksale, sondern setzt sich somit auch bei Firmen fort.

Gelingt es dennoch, Grossbetriebe und Konzerne für den Standort Ceará zu begeistern, stellt sich bereits das nächste Problem: nämlich jenes, qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden. Die einzige Lösung liegt für viele Firmen darin, ihre Angestellten selbst auszubilden. Obwohl der Nordosten 29 Prozent der Bevölkerung stellt, ist der Ausbildungsstand im Allgemeinen niedriger und vor allem der Zugang zu Bildung wesentlich schwieriger als im finanziell begünstigten Südosten. Das beginnt bei der Ausbildung von WissensvermittlerInnen und endet bei der Zugänglichkeit des Bildungsangebotes, sei dies nun durch Kurskosten, fehlende Transportmoeglichkeiten oder die staedtische Konzentration, die die Landbevölkerung praktisch aussen vor lässt, begründet. Im Hinblick auf den Bildungsstand ist das Stadt-Land-Gefälle eklatant. Niedrige LehrerInnen-Gehälter einerseits und, wo für die Bevölkerung leistbar, überfüllte Lehrsäle andererseits, erschweren zudem engagiertes und effektives Lehren und Lernen.



Mit der Ankunft des Tourismus bietet sich dem Nordosten Brasiliens eine neue Chance. Die wunderbare Natur schafft die Voraussetzungen für diese neue Einnahmequelle. Nun gilt es, die Infrastruktur für dieses neue Standbein zu schaffen und die Bevölkerung auf die bevorstehenden Anforderungen aber auch Chancen vorzubereiten. Von der Natur begünstigt birgt der Nordosten Brasiliens mit seinen etwa 560 Küstenkilometern ein enormes touristisches Potential, das der Schlüssel zum Erfolg dieser Region werden kann.*

* Informationsquelle Fakten: www.spiegel.de; Goerdeler, Karl: Kulturschock Brasilien


Der Ort Parajuru

Parajuru, ein 6000 Einwohner zählender Ort im brasilianischen Bundesstaat Ceará, ist auf dem Weg sich aus der Anonymitaet eines verträumten Fischerdorfes als Station eines internationalen, sanften Tourismus zu etablieren. Die Associação Gisela Wisniewski fördert die lokalen Betrebungen durch die Etablierung ihres Sozialprojekts. Dem Unternehmen liegt vor allem die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, rund 2300 an der Zahl, am Herzen. Um einen guten Start zu sichern, wurde ein Umfangreiches Bildungs-Programm ins Leben gerufen, das auch die Integration von Frauen am Arbeitsmarkt als besonderes Anliegen betrachtet.

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