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Start: August 2004, erste Lehrer an öffentliche Schulen

Im August 2004 tat die Associacao Gisela Wisniewski den primären Schritt des noch jungen Sozialprojekts: Die ersten österreichischen LehrerInnen begannen mit englischem Sprachunterricht in den öffentlichen Schulen Parajurus. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen gestaltete sich äußerst herzlich und fruchtbar - der Grundstein für die erfolgreiche weitere Zusammenarbeit war gelegt. Obwohl im Volksschul-Stundenplan nicht vorgesehen, wurden den GastlehrerInnen Zeitfenster im Regelschul-Unterricht eingeräumt um den SchülerInnen eine Annäherung an die Fremdsprache Englisch zu ermöglichen.


Dezember 2004: 10 Jugendliche als Masseurinnen ausgebildet, 4 Monatskurs + Englischunterricht

In Zusammenarbeit mit dem Massage-Zentrum 'Oca dos Indios' wurden ab Dezember 2004 zehn junge Frauen aus Parajuru in einem viermonatigen Intensiv-Kurs zu Masseurinnen ausgebildet. Die professionelle Schulung vermittelte Kenntnisse in Anatomie, Massage- und weiteren Entspannungstechniken wie zum Beispiel Grundkenntnisse in Aromatherapie sowie den professionellen Umgang mit den KundInnen. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmerinnen Basislektionen in englischer Sprache um die Verständigung mit zukünftigen KlientInnen zu sichern.


Februar 2005: Kochkurs, 10 Frauen

Ab Februar 2005 wurde im Privathaushalt von Associacao-Gründerin Gisela Wisniewski der erste Kochkurs für professionelle Gastronomie abgehalten. Zehn interessierte Frauen aus dem Ort wurden in dieser Schulung, deren Schwerpunkt auf Gerichten der internationalen Küche lag, mit neuen Rezepten, Dekoration, Zeitplanung und Kostenaufstellung sowie Großküchen-Hygiene vertraut gemacht. Sämtliche Teilnehmerinnen wurden im Anschluss in verschiedensten Bereichen des Projekts, sowohl für die kulinarische Versorgung von Gästen als auch in den später ins Leben gerufenen Schul- und Hotelfachschul-Küchen, beschäftigt.


März 2005: Computerkurse in der ABC-Schule, Laptops und Lehrer zur Verfügung gestellt, in 6 Monatskurs wurden 20 Leute ausgebildet

In der ABC-Schule von Parajuru, einer staatlichen Einrichtung mit der Aufgabe, Kindern in der schulfreien Zeit ein abwechslungsreiches Programm bestehend aus Musikstunden, Kunst und Sport anzubieten, erweiterte die Associacao Gisela Wisniewski im März 2005 durch EDV-Kurse die bestehenden Aktivitäten. Um den Computer-Unterricht stattfinden zu lassen, waren einerseits Computer, andererseits qualifizierte AusbilderInnen notwendig. Beides wurde von dem Sozialprojekt zur Verfügung gestellt um Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort eine Basis-Schulung in den heute am Arbeitsmarkt unerlässlichen Informationstechnologien und somit einen leichteren Start in die Zukunft zu ermöglichen.


21. April 2005: Eröffnung der Escola Gisi, 128 Kinder werden unterrichtet, bekommen Essen, an 6 Tagen in der Woche, Abendkurse fuer Erwachsene: Englisch, Deutsch, Computer, Kochen, Musik

Am 21. April 2005 wurde das erste Teilprojekt mit eigenem Gebäude, die 'Escola Gisi', eröffnet. Das Schulprojekt setzte sich den Unterricht der englischen Sprache, aber auch die Vermittlung von Mathematik und Computer-Kenntnissen sowie soziales Lernen durch gemeinsames Kochen, Gartenpflege und Umwelterziehung zum Ziel. 128 Kinder besuchten an sechs Tagen pro Woche die Schule. An den Abenden wurden Englisch- und Deutsch-Kurse für Erwachsene durchgeführt. Der Unterricht wurde von einem internationalen ProfessorInnen-Team in wechselnder Besetzung abgehalten. Das Projekt konnte bereits auf die engagierte Mitarbeit freiwilliger HelferInnen aus Brasilien, Österreich, Großbritannien, den USA, Kanada und der Schweiz zurück greifen. Die 'Escola Gisi' ist mittlerweile das am längsten geführte Teil-Projekt des gesamten Unternehmens.


19. Mai 2005: gemeinnütziger Verein Associacao Gisela Wisniewski gegründet

Es hatte sich bereits viel getan, die ersten Teil-Projekte waren sogar schon erfolgreich abgewickelt - kurz, es zeigte sich, dass das in Parajuru ins Leben gerufene Sozialprojekt immer weitere Kreise ziehen sollte. Bestehende Einzelprojekte wuchsen, neue sollten ins Leben gerufen werden. Es stellte sich die Frage nach einer tragkräftigen Struktur für das florierende Unternehmen. Die Antwort bestand in der Gündung des gemeinnützigen Vereins Associacao Gisela Wisniewski - eine Verankerung der Organisation auch in der brasilianischen Legislative. Der Vereins-Status ermöglichte dem Projekt fortan weitere Expansion und sicherte das Sozialprojekt in juristischer und struktureller Form ab.


August 2005: Nähkurs mit 12 Teilnehmerinnen über 12 Monate; (nächster Kurs startet im Oktober 2006)

Fundierte handwerkliche Kenntnisse und somit die Grundlagen für eine erfolgreiche unabhängige berufliche Zukunft zu schaffen, waren die ausschlaggebenden Gründe, im August 2005 einen Nähkurs ins Leben zu rufen. Zwölf Teilnehmerinnen erlernten in einer einjährigen Schulung Näh-,Schnitt- und Zeichen-Techniken, hatten Materialkunde und lernten, Änderungen vorzunehmen. Nach Ablauf der Ausbildung fanden alle Teilnehmerinnen Arbeitsplätze, viele sogar in Parajuru selbst, da sich eine Zweigstelle einer Sportbekleidungs-Firma aus Fortaleza hier ansiedelte.


November 2005: Metzger-Lehrling nach Fortaleza vermittelt, dessen Ausbildung durch das Projekt finanziert wird

Dass Ausbildung auch andere Wege gehen kann, zeigt die Entsendung eines Lehrlings aus Parajuru in eine Metzgerei in Fortaleza. Die Associacao Gisela Wisniewski ist die Trägerin der Kosten dieser Lehre, die sich über zwei Jahre erstreckt und eine staatlich anerkannte Ausbildung in einem Gewerbebetrieb garantieren soll. Neben Kost und Logie wird dem Lehrling auch eine monatliche Heimreise am Wochenende ermöglicht - der Kontakt mit Heimat und Familie bleibt gewahrt und somit auch die mögliche Rückkehr und Arbeitsaufnahme vor Ort nach dem Lehrabschluss.


Februar 2006: Hotelprojekt Paraiso do Sol

Die Ausbildungs-Schiene des Sozialprojekts bestand bereits und hatte sich erfolgreich etabliert. Nun wurde die zweite Säule für die erfolgreiche Umsetzung und langfristige Sicherung in Angriff genommen: die Schaffung einer touristischen Infrastruktur. Dies wurde in Form des Hotelprojekts 'Paraiso do Sol' umgestzt. Auf dem Gebiet einer veralteten Pousada in Strandnähe wurde die Planung und Umsetzung einer modernen und konkurrenzfähigen Bungalow-Hotelanlage in Angriff genommen. Den ersten Schritt bildeten Umbauten und Renovierungen der bestehenden Gästehäuser und die Reformierung der übrigen bereits vorhandenen Gebäudekomplexe. Danach wurden die Gartengestaltung und die Einfügung dekorativer Elemente zur Abrundung des Gesamtbildes durchgeführt. Das Besondere an diesem Hotel ist unter anderem die Kombination mit der vor Ort befindlichen Hotelfachschule, ebenfalls Teil des Sozialprojekts, in der die Fachschüler Gelegenheit erhalten ihre Theorie-Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.


März 2006: sonntäglicher Kunstgewerbe-Markt am Strand wurde in Leben gerufen, bietet lokalen Anbietern ein Forum für den Verkauf ihrer Waren

Jeden Sonntag gibt es in der Strand-Bar 'Estrela do Mar'(?) einen Kunstgewerbe-Markt, der heimischen HandwerkerInnen und Kunstschaffenden ein Forum zum Verkauf ihrer Waren bietet. Dieser Markt wurde im März 2006 ins Leben gerufen und vereint ein breites Warenspektrum aus der heimischen Produktion: Holzobjekte sind ebenso zu finden wie Schmuck, Hängematten, Tischwäsche, Strandbekleidung, Taschen und Snacks für die kleine Pause zwischendurch.


Juni 2006: Hotelfachschule mit 30 Schülern eröffnet, Theorie und Praxis

Ausbildung mit der realistischen Chance auf einen zukünftigen Arbeitsplatz bietet die im Juni 2006 in Betrieb gegangene Hotelfachschule. In den ersten Klassen lernen 30 SchülerInnen in Theorie und Praxis, was für die Arbeit in einem modernen Hotelbetrieb notwendig ist. Auf dem Stundenplan stehen neben den Fremdsprachen Englisch und Deutsch auch Mathematik, Lerntechniken, Methoden der Gästebetreuung und Animation sowie das Erlernen praktischer Kenntnisse in Hotelerie-Berufen. Dies beinhaltet die Berufsbilder RezeptionistIn, Koch/Köchin, KellnerIn, KinderbetreuerIn, AnimateurIn, Reinigungskraft, LandschaftspflegerIn und Sicherheitsfachkraft. Um ihr theoretisch erworbenes Wissen auch umsetzen zu können, haben die Fachschüler im Hotel 'Paraiso do Sol' Gelegenheit, sich in der Praxis zu bewähren und erste berufliche Erfahrungen im Tourismus zu sammeln.


September 2006: Gründung des Zirkusprojekts, in dem 60 Kinder betreut werden - Artistik, Theater, Tanz

Im September 2006 wurde ein ganz besonder neuer Ansatz in das bestehende Sozialprojekt aufgenommen: die Integration eines Zirkusses oder genauer gesagt, einer Zirkusschule, die zweierlei Funktionen hat. Einerseits werden rund 60 Kinder sowohl aus der 'Escola Gisi' als auch aus den öffentlichen Schulen in Artistik, Theater und Tanz ausgebildet. Andererseits bietet der Zirkus auch das etwas andere Unterhaltungs-Programm für die Gäste des Hotels 'Paraiso do Sol', denn dessen Animation wird in einem beim Hotel befindlichen permanenten Zirkuszelt durchgeführt. Spaß für alle Beteiligten ist garantiert.

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